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120 km zwischen Pazifik und Tasmanischem Meer
Summerbreeze
Der Wind, der Wind, das himmli- sche Kind, hat es in sich, in Neusee- land. Ungebremst von der See aufs Land, greift er an, zerrt und rüttelt an allen irdischen Dingen, die er auf seinem Weg finden kann. Wir radeln nebeneinander auf einer stil- len geraden Straße zwischen Springfield und Homebush durch die Canterbury Plains. Null Prozent Steigung und Rückenwind treffen ungebremst aufeinander und er- möglichen vorwärts kommen ohne größere Anstrengungen. Diese sel- tene Symbiose von Natur und As- phalt auf der Südinsel setzt Energi- en frei. Verborgene Reserven trei- ben die Trittfrequenz in die Höhe. Doch viel zu kurz ist diese Strecke. Schon nach zwölf Kilometern ist der Abzweig Glenntunnel erreicht und nach einer Schattenpause unter fünf m2 Nadelbaum am Straßen- rand erhebt sich das Strohfeuer Rückenwind zu einem ausgedehn- ten Flächenbrand, der uns von vor- ne überrollen will. Southerlies bah- nen sich mit ungestümer Gewalt ih- ren Weg durch die Voralpenland- schaft. Die letzten sechs Kilometer der flachen Etappe beanspruchen die Beine mehr als zuvor. Ein wind- stilles Eckchen auf dem Holiday Park der kleinen Siedlung Glenn- tunnel entpuppt sich dann als ge- fährlicher Liegeplatz. Als wir am nächsten Morgen aufwachen hat sich der Sturm zu einem .... ....
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Lake Dunstan, Otago
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